Unser Blick hinter die Kulissen des Ideenbewerbs „Gemeinsam bewegen wir Salzburg Richtung Mobilitätszukunft 2040“ im IdeaSpace geht weiter. Heute erzählt Christian Kainz vom Salzburger Verkehrsverbund aus dem Nähkästchen des Mobilitätssektors.
Lieber Christian, bitte stelle dich kurz vor …
Mein Name ist Christian Kainz und ich arbeite beim Salzburger Verkehrsverbund. Dort bin ich für den Bereich Innovationen zuständig und darf auch das Mobilitätslabor zukunftswege.at leiten. Nach mittlerweile 22 Jahren Berufserfahrung im Mobilitätssektor im Bundesland Salzburg freue ich mich sehr, nun auch Teil des Teams für den Salzburger Mobilitätsplan 2040 sein zu dürfen.
Du hast den Ideenbewerb mitinitiiert, was war der Ausgangspunkt dafür?
Die Stadt Salzburg legt sehr viel Wert darauf diesen Mobilitätsplan mit einer breiten Bürgerbeteiligung zu erstellen. Im Mobilitätslabor versuchen wir neue Ansätze im Bereich der Partizipation für die Entscheidungsträger:innen in der Stadt Salzburg sichtbar zu machen. Die Ideaspace Plattform eignet sich perfekt dazu, eine breite Beteiligung von Bürger:innen zu ermöglichen. Somit war für mich von Anfang an klar, dass dies das Ideale Instrument für diesen Auftrag ist.

© Anna Pirato
Warum ist es wichtig, Mobilität nicht nur „top-down“, sondern gemeinsam mit der Stadtgesellschaft zu denken?
Das große Ziel von Stadt und Land Salzburg, eine Mobilitätswende zu erreichen, bedarf vor allem es zu schaffen, dass die Bevölkerung ihr Mobilitätsverhalten nachhaltig ändert. Dies schafft man nur, indem man die Bürger:innen von Anfang in das Vorhaben und die notwendigen Prozesse involviert. Die Bürger:innen erleben auf ihren täglichen Wegen hautnah die Probleme auf Salzburger Straßen und Gehsteigen. Wenn sie merken, dass ihre Anliegen ernstgenommen werden und sie auch frühzeitig in die Planungen größerer Vorhaben eingebunden werden, sind die Bürger:innen auch eher dazu bereit größere Veränderungen mitzutragen.
Welche Rolle spielt das Urbane Mobilitätslabor dabei?
Unsere Aufgabe im Mobilitätslabor zukunftswege.at ist es, die Wirtschaft, Forschung und Verwaltung miteinander zu vernetzen, Problemstellungen aufzugreifen und gemeinsam mit unseren Partner:innen an Lösungsansätzen zu arbeiten. Die Stadt Salzburg wollte im Mobilitätsplan 2040 eine bessere Einbindung der Bürger:innen erreichen. Durch unsere Partnerschaft mit der Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH konnten wir nun diesen innovativen Ansatz einer sehr breiten Bürgerbeteiligung umsetzen. Dieser digitale Ansatz wird durch bereits durchgeführte Ideenworkshops in vier Stadtteilen und einem geplanten Mobilitätstag im September abgerundet.
Liest du alle Ideen persönlich?
Wir sind ein Team von vier Personen, welche sich um den reibungslosen Ablauf des Ideenwettbewerbs kümmern. Ich versuche möglichst alle Ideen auch persönlich möglichst zeitnah zu lesen, nur so schafft man es auch einen Überblick über alle Einreichungen zu erhalten.

© Anna Pirato
Welche Arten von Ideen sind für dich besonders spannend?
Da ich im Salzburger Verkehrsverbund für den Bereich Innovationen zuständig bin, reizen mich vor allem Ideen, welche den Öffentlichen Verkehr in der Stadt Salzburg verbessern sollen. Da aber nicht nur die etablierten Linienverkehre bei Bahn und Bus, sondern vor allem auch neue Ansätze und Systemlösungen. Beispielsweise automatisiert betriebene Shuttle Lösungen, aber auch Ideen welche den Zugang zum Öffentlichen Verkehr vereinfachen, wie digitale Lösungsansätze im Bereich des Ticketkaufs.
Warum lohnt es sich gerade jetzt noch mitzumachen?
Mitmachen lohnt sich immer, den jede Idee kann einen Beitrag zur angestrebten Mobilitätswende schaffen. Mittlerweile gibt es schon über 370 eingereichte Ideen an welchen man sich orientieren kann, aber vielleicht gibt es da draußen ja noch genau diese einen Ansatz, an den noch niemand gedacht hat.
Was würdest du dir noch von den Salzburger:innen wünschen?
Ich wünsche mir, dass sich die Salzburger:innen mit ihren Freunden, Freundinnen und Bekannten austauschen, über ihre Probleme und Erfahrungen reden und sich gegenseitig motivieren, uns ihre Ideen zu einer besseren Mobilität in der Stadt mitzuteilen.
Hast auch du noch eine gute Idee für den Salzburger Mobilitätsplan? Dann mach mit! Einreichschluss ist Donnerstag, der 30. April, 23:59 Uhr.

© Anna Pirato
